In Sachen Hygiene-Skandal bei der Großbäckerei Müller-Brot dringen die Landtagsgrünen weiter auf Aufklärung. Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit, Christian Magerl, fordert das Ministerium für Umwelt und Gesundheit auf, sich in der nächsten Ausschusssitzung am 16. Februar zu den Vorfällen zu äußern. Es müsse genau geklärt werden, warum es so lange nicht gelungen sei, offenkundige Mängel abzustellen und wer dafür die Verantwortung trage. Christian Magerl sieht hier das Landesgesundheitsamt genauso in der Pflicht wie das zuständige Ministerium und den zuständigen Landrat.
Es müsse auch untersucht werden, ob die vom ehemaligen Gesundheitsminister Söder großsprecherisch angekündigten Maßnahmen zur Lebensmittelsicherheit tatsächlich zum gewünschten Erfolg geführt haben. „Oder ob sie, wie der Verdacht nahe liegt, nicht erfolgreich waren und hier dringend Handlungsbedarf besteht.“ Es könne nicht sein, dass sowohl die örtlichen Kontrollbehörden als auch das Landesamt und die Staatsanwaltschaft seit längerer Zeit Kenntnis der massiven Hygieneverstöße hatten und diese weder abgestellt, noch die Verbraucherinnen und Verbraucher informiert wurden. „Verbraucherschutz sieht anders aus.“
Aufklärung verlangt Christian Magerl auch hinsichtlich der Äußerung, dass keine Gesundheitsgefährdung der Verbraucherinnen und Verbraucher vorgelegen habe. „Die Fachliteratur gibt durchaus Hinweise auf Krankheitsübertragung durch Mäusekot.“
