Zum Festhalten von Sozialministerin Haderthauer am Betreuungsgeld kritisiert die gleichstellungspolitische Sprecherin Claudia Stamm: „Schwarz-Gelb in Bund und Land sind nicht in der Lage, die versprochenen Krippenplätze endlich zu beschaffen. Als ‚Trostpflaster’ für all diejenigen, die keinen Platz für ihr Kind zur Verfügung gestellt bekommen und deren Kinder jetzt zuhause bleiben müssen, wird das Betreuungsgeld angepriesen – verbunden mit der moralischen Keule, dass es ‚fachlich’ besser sei, die Kinder Zuhause zu betreuen.
Dieses Schwarz-Weiß-Denken muss aufhören. Weder haben Eltern aufgrund der nach wie vor ungenügenden Ausbausituation die Wahl noch geben Eltern ihre Kinder einfach in der Krippe ab und vergessen sie dann. Ministerin Haderthauer ignoriert die Kritik, auch aus den eigenen Reihen, und erweist sich mit dem sturen Festhalten am Betreuungsgeld als von vorgestern.“
