Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen hat die Landtagsfraktion die neue Broschüre "Gewalt gegen Frauen zerstört - Für ein selbstbestimmtes Leben ohne Angst" vorgestellt. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: "Sie reicht von häuslicher Gewalt über Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung und Frauenhandel bis hin zu Mord, zu sexualisierter Gewalt und Folter in Kriegs- und Krisengebieten. Gewalt gegen Frauen geht uns alle an", erklärt die gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion Claudia Stamm.
Gewalt gegen Frauen kann jede Frau betreffen – unabhängig von Alter, ethnischer oder nationaler Herkunft, Religionszugehörigkeit, Bildungsniveau und sozialer Schicht. Sie betrifft alle Frauen – auch jene, die nicht betroffen sind. Gewalt gegen Frauen findet jederzeit und überall statt: In der Familie, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft ebenso wie in anderen Ländern. Im sozialen Nahraum ebenso wie in Krisen- und Kriegsregionen. Gewalt gegen Frauen kennt keine Grenzen.

Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem: Jedes Jahr fliehen 40.000 Frauen und Kinder in Deutschland in ein Frauenhaus. Jedes Jahr werden 500.000 Frauen in Europa sexuell ausgebeutet. Und jedes Jahr sind weltweit Hunderttausende Frauen in Konfliktgebieten Opfer sexualisierter Gewalt.Gewalt gegen Frauen ist meist männlich. Deshalb benötigen wir vielfältige Konzepte, die die tradierten Geschlechterbilder auflösen und gewaltfreie Konfliktlösungen propagieren. Dazu gehört auch ein erhöhter Schutz für Frauen und eine sichere Finanzierung von Beratung.
Die Vereinten Nationen haben den 25. November zum Internationalen Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ausgerufen. Ein Anlass, Position zu beziehen und zu kämpfen. Aber nicht nur am 25. November. Sondern jeden Tag. Immer und überall.
Die Broschüre steht als Download zur Verfügung.
