Sozialpolitik

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Grüne kämpfen für Veröffentlichung der Prüfberichte der Heimaufsicht

Der Sozialausschuss hat sich in dieser Woche mit einem Gesetzesentwurf der Grünen zur Änderung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (PfleWoqG) befasst. Der Gesetzesentwurf schafft die gesetzliche Grundlage für eine Veröffentlichung der Prüfberichte der kommunalen Heimaufsicht. Notwendig wurde die Änderung durch einen spektakulären Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) vom Januar dieses Jahres. Der BayVGH untersagt in dem Beschluss eine Veröffentlichung der Prüfberichte bis zum Inkrafttreten einer vom Bayerischen Landtag in Form eines förmlichen Gesetzes zu beschließenden Rechtsgrundlage. Die Entscheidung bezieht sich auf einen Streit zwischen dem privaten Pflegeheimbetreiber ‚Villa Kursana‘ und den Städten Regensburg und München sowie dem Freistaat Bayern über die Veröffentlichung der Prüfberichte der kommunalen Heimaufsicht, in denen gravierende Mängel in den privaten Altenheimen festgestellt wurden.

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Fataler Rückschritt für die Frauen- und Familienpolitik

Die Grünen wollen bei der morgigen Landtagssitzung Front gegen das umstrittene Betreuungsgeld machen und haben dazu einen Dringlichkeitsantrag eingebracht. „Das Betreuungsgeld ist ein fataler Rückschritt für die Familien- und Frauenpolitik“, sagte die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause. Die CSU gaukle damit Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung vor, führe aber in Wirklichkeit nichts anderes als Rückzugsgefechte um ihr überkommenes Familienbild. „Im Weltbild der CSU gehören Kinder und Frauen immer noch an den heimischen Herd“, so die grüne Fraktionsvorsitzende. Damit setze die CSU nicht nur fatale Signale für die frühkindliche Bildung, sondern auch für die Erwerbstätigkeit von Frauen.

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Krippengipfel abgelehnt!

Ein Antrag der Grünen zur Einberufung eines bayerischen ‚Krippengipfels‘ wurde in dieser Woche im Sozialausschuss von den Regierungsfraktionen zurückgewiesen. Damit lässt der Freistaat die Kommunen bei der Erfüllung des gesetzlichen Betreuungsanspruchs für Kinder unter drei Jahren im Regen stehen. Auf dem Krippengipfel sollten sich Land und Kommunen über den Ausbau und die Finanzierung einer flächen- und bedarfsdeckenden Zahl von Betreuungsplätzen in allen bayerischen Städten und Landkreisen bis zum Jahr 2013 verständigen. Sollten bis zum Sommer 2013 nicht genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, müssen die Kommunen mit einer Klagewelle der betroffenen Eltern rechnen.

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Bayern ist Spitze!? Regierungserklärung zur sozialen Lage in Bayern ergeht sich in Schönfärberei

Sozialministerin Christine Haderthauer hat in dieser Woche im Landtag in einer Regierungserklärung zur sozialen Lage in Bayern Stellung bezogen. Anlass war der Bericht zur ‚Sozialen Lage in Bayern 2011‘, der im März 2011 von der Staatsregierung präsentiert wurde. Dass es in Bayern nun endlich eine regelmäßige Sozialberichterstattung gibt, ist dem jahrelangen Kampf der Opposition zu verdanken, die sich gegen massive Widerstände vor allem aus dem Lager der CSU durchsetzen musste. Leider wird der Sozialbericht bisher nicht ernsthaft ausgewertet, sondern von der Staatsregierung ausschließlich zur Schönfärberei und Lobeshymen auf die eigene Politik zweckentfremdet. Das politische Resumee der Sozialministerin lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Bayern nimmt Spitzenpositionen bei Wohlstand, Arbeitsmarkt, sozialer Teilhabe und Sicherheit sowie Integration ein“. Durch Vergleich mit den Sozialdaten ärmerer Bundesländer werden die massiven Probleme in verschiedenen sozialen Bereichen in Bayern verniedlicht.

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Grüne fordern Abschaffung des Landeserziehungsgelds

Die Landtagsgrünen haben nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum bayerischen Landeserziehungsgeld dessen Abschaffung gefordert: „Der Richterspruch aus Karlsruhe ist die Quittung für die Widersprüchlichkeit konservativer Familienpolitik“, sagte die sozialpolitische Sprecherin Renate Ackermann. Die Verfassungsrichter hätten völlig zu Recht klar gestellt, dass familienpolitische Leistungen nicht nur an „bayerische“ Kinder gezahlt werden könnten, sondern auch Familien aus Nicht-EU-Staaten zu Gute kommen müssen. Das Urteil aus Karlsruhe solle deshalb nun zum Anlass genommen werden, dass Landeserziehungsgeld komplett zu streichen und die frei werdenden Mittel statt dessen in den Ausbau der Kinderbetreuung umzuschichten, so Renate Ackermann.

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Seehofer-Kommission zum 2. Bayerischen Sozialbericht kann im Landtag ihre Arbeitsergebnisse vorstellen

Auf Antrag der Grünen hat der Sozialausschuss in dieser Woche beschlossen, dass der Abschlussbericht der von Ministerpräsident Horst Seehofer eingesetzten Kommission zum zweiten Bayerischen Sozialbericht unter Leitung des damaligen DGB-Vorsitzenden Fritz Schösser, nun endlich dem Landtag präsentiert wird. Der umfangreiche Abschlussbericht der hochrangig besetzen Kommission, die konkrete Handlungsempfehlungen aus dem Sozialbericht ableiten sollte, wurde bereits im Juli 2011 dem Ministerpräsidenten vorgelegt. Damals hat Seehofer zugesagt, die Empfehlungen der Kommission durch die zuständigen Fachministerien zu prüfen und im Anschluss die Ergebnisse dem Landtag vorzustellen. Seitdem ist nichts mehr geschehen. 

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Konzertierte Aktion beim Krippenausbau

Bayern hat beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren einen enormen Nachholbedarf. Aller Schönrechnerei zum Trotz steht fest: Wenn der Freistaat nicht endlich in die Gänge kommt, können Eltern in Bayern ihren gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz in den Wind schreiben. Die Grünen haben die aktuellen Zahlen zum Ausbaustand in Bayern durchforstet und fordern mit Blick auf die bevorstehenden Beratungen zum Nachtragshaushalt eine konzertierte Aktion von Freistaat und Kommunen. Bei einer Pressekonferenz haben wir unsere parlamentarischen Initiativen für einen beschleunigten Ausbau der Kinderbetreuung in Bayern vorgestellt.

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BayKiElG-Gesetzentwurf: Mehr Rechte für Kinder und Eltern

In einer gut besuchten Pressekonferenz und mit einer Grundsatzdebatte im Sozialausschuss haben die Grünen in dieser Woche ihren Gesetzesentwurf für ein Bayerisches Kinder- und Elternrechtegesetz Gesetzentwurf (Drs. 16/10203) in die politische und mediale Öffentlichkeit transportiert. Nachdem die Staatsregierung bereits seit zwei Jahren eine Novellierung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) ankündigt, ohne Taten folgen zu lassen, hat die grüne Fraktion nun die langjährige Kritik am BayKiBiG aufgegriffen und einen eigenen Gesetzesentwurf vorgelegt.

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Ehemalige Heimkinder: Entschädigung fließt zu einem Drittel in die Verwaltung

CSU und FDP verweigerten am letzten Sitzungstag vor Weihnachten einem interfraktionellen Antrag der Opposition die Zustimmung, in dem die bayerische Staatsregierung dazu aufgefordert wird, die Mittel des bundesweiten Entschädigungsfonds für ehemalige Heimkinder ausschließlich für direkte finanzielle Hilfen an die Betroffenen zu verwenden. Im Zuge der Umsetzung des Fonds muss Bayern ab dem 01.01.2012 eine regionale Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder einrichten. Zur Refinanzierung dieser mit rund fünf Stellen besetzten Anlaufstelle kann die Staatsregierung bis zu 2,18 Millionen Euro aus den Fondsmitteln geltend machen. Im Klartext: Knapp ein Drittel der überhaupt vom Freistaat in den Fonds eingezahlten Summe von 7,2 Millionen Euro geht für Verwaltung "drauf" und nicht für die eigentliche Entschädigung.

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Landesverordnung für erhöhte Sozialhilfesätze – Grüner Antrag erfolgreich

Nachdem der Landtag bereits im Dezember 2010 einstimmig beschlossen hatte, dass auch in Zukunft in Bayern auf regionaler Ebene erhöhte Regelsätze beim Sozialgeld nach dem SGB XII möglich sein sollen, wird nun der Ministerrat in der kommenden Woche endlich die notwendigen rechtlichen Grundlagen hierfür schaffen. Bisher hatten die Stadt München und die Landkreise München, Dachau und Fürstenfeldbruck von einer landesrechtlichen Öffnungsklausel Gebrauch gemacht und die Regelsätze als freiwillige Leistung um 25 Euro erhöht. Nachdem auf Bundesebene in diesem Jahr die Regelsätze gesetzlich neu geregelt wurden, wollte Bayern in Zukunft keine regionalen Ausnahmen mehr zulassen.

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Ihr Kontakt

Renate Ackermann
Sozial- und familienpolitische sowie asyl- und migrationspolitische Sprecherin
Tel: 089/4126-2413
Fax: 089/4126-1135
Email.: renate [dot] ackermann [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Renate Ackermann)