Gesundheit und Soziales

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Gesundheit und Soziales

Gesundheit ist ein kostbares Gut: der Spruch "Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts" hat seine Aktualität behalten. Auf der einen Seite ist der Gesundheitsmarkt boomender Zukunftsmarkt, der in Deutschland mehr Arbeitsplätze liefert als die Automobilindustrie. Auf der anderen Seite öffnet sich die Schere in der Versorgungsqualität immer weiter. Um eine hochwertige Gesundheitsversorgung für alle bayerischen BürgerInnen zu gewährleisten und dem sozialen Gefälle im Gesundeheitswesen entgegen zu wirken, braucht es kluge Weichenstellungen auf Landesebene.

Bayern ist ein reiches Land, aber immer mehr seiner Bewohnerinnen und Bewohner haben keine Chancen auf einen Anteil an diesem gesellschaftlichen und privaten Reichtum. Ungelernte Jugendliche, Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende sind die größten Verlierer der bayerischen Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Laut PISA ist der Bildungserfolg nirgends so sehr an die soziale Herkunft gekoppelt wie in Bayern. Die Grünen stehen für eine sozialen Wandel in der bayerischen Politik, der die Menschen wieder in den Mittelpunkt politischen Handelns rückt.

Seehofer-Kommission zum 2. Bayerischen Sozialbericht kann im Landtag ihre Arbeitsergebnisse vorstellen

Auf Antrag der Grünen hat der Sozialausschuss in dieser Woche beschlossen, dass der Abschlussbericht der von Ministerpräsident Horst Seehofer eingesetzten Kommission zum zweiten Bayerischen Sozialbericht unter Leitung des damaligen DGB-Vorsitzenden Fritz Schösser, nun endlich dem Landtag präsentiert wird. Der umfangreiche Abschlussbericht der hochrangig besetzen Kommission, die konkrete Handlungsempfehlungen aus dem Sozialbericht ableiten sollte, wurde bereits im Juli 2011 dem Ministerpräsidenten vorgelegt. Damals hat Seehofer zugesagt, die Empfehlungen der Kommission durch die zuständigen Fachministerien zu prüfen und im Anschluss die Ergebnisse dem Landtag vorzustellen. Seitdem ist nichts mehr geschehen. 

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Engagement für Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft an Staatsregierung gescheitert

Im Umweltausschuss diese Woche wurde der grüne Antrag auf Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Landwirtschaft abgelehnt. Vor dem Hintergrund, dass Bundesverbraucherministerin Aigner die Länder Anfang Januar zur Bewertung ihres Gesetzentwurfs zur Änderung des Arzneimittelgesetzes aufgefordert hat, haben die Grünen ihre Forderungen zu dieser Debatte in den Landtag eingebracht. Leider ohne Erfolg; zwar sind sich alle einig, dass der Antibiotikaeinsatz in der Tiermast reduziert werden soll, aber beim aktiven Handeln ducken sich die Regierungsvertreter lieber weg. 

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Konzertierte Aktion beim Krippenausbau

Bayern hat beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren einen enormen Nachholbedarf. Aller Schönrechnerei zum Trotz steht fest: Wenn der Freistaat nicht endlich in die Gänge kommt, können Eltern in Bayern ihren gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz in den Wind schreiben. Die Grünen haben die aktuellen Zahlen zum Ausbaustand in Bayern durchforstet und fordern mit Blick auf die bevorstehenden Beratungen zum Nachtragshaushalt eine konzertierte Aktion von Freistaat und Kommunen. Bei einer Pressekonferenz haben wir unsere parlamentarischen Initiativen für einen beschleunigten Ausbau der Kinderbetreuung in Bayern vorgestellt.

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Demographiestudie: Gesundheitsversorgung der Zukunft

Der demografische Wandel hat schon längst begonnen. Zwar gibt es regional große Unterschiede zwischen Boomregionen und Regionen mit Bevölkerungsschwund, aber selbst in den Boomregionen, in denen die Bevölkerungszahl zunehmen wird, wird sich die Altersstruktur erheblich nach oben verschieben. Auf die Gesundheits- und Pflegeversorgung kommen so in den nächsten Jahren große Veränderungen zu. Die Aufgabe der Politik ist es, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Dazu müssen jetzt wirksame Strukturmaßnahmen angestoßen und die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Landtagsgrünen haben darum bei Prof. Koppers, Direktor des Instituts für Angewandte Geoinformatik und Raumanalysen e.V. (AGIRA), eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit Bedarfsentwicklung und Gestaltung der Gesundheits- und Pflegeversorgung in den Kommunen beschäftigt.

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BayKiElG-Gesetzentwurf: Mehr Rechte für Kinder und Eltern

In einer gut besuchten Pressekonferenz und mit einer Grundsatzdebatte im Sozialausschuss haben die Grünen in dieser Woche ihren Gesetzesentwurf für ein Bayerisches Kinder- und Elternrechtegesetz Gesetzentwurf (Drs. 16/10203) in die politische und mediale Öffentlichkeit transportiert. Nachdem die Staatsregierung bereits seit zwei Jahren eine Novellierung des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) ankündigt, ohne Taten folgen zu lassen, hat die grüne Fraktion nun die langjährige Kritik am BayKiBiG aufgegriffen und einen eigenen Gesetzesentwurf vorgelegt.

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Ehemalige Heimkinder: Entschädigung fließt zu einem Drittel in die Verwaltung

CSU und FDP verweigerten am letzten Sitzungstag vor Weihnachten einem interfraktionellen Antrag der Opposition die Zustimmung, in dem die bayerische Staatsregierung dazu aufgefordert wird, die Mittel des bundesweiten Entschädigungsfonds für ehemalige Heimkinder ausschließlich für direkte finanzielle Hilfen an die Betroffenen zu verwenden. Im Zuge der Umsetzung des Fonds muss Bayern ab dem 01.01.2012 eine regionale Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder einrichten. Zur Refinanzierung dieser mit rund fünf Stellen besetzten Anlaufstelle kann die Staatsregierung bis zu 2,18 Millionen Euro aus den Fondsmitteln geltend machen. Im Klartext: Knapp ein Drittel der überhaupt vom Freistaat in den Fonds eingezahlten Summe von 7,2 Millionen Euro geht für Verwaltung "drauf" und nicht für die eigentliche Entschädigung.

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Inklusion auf Sparflamme: Landtag lehnt Hauptamtlichkeit der Behindertenbeauftragten ab

Im Sozialausschuss wurde in dieser Woche ein ganzes Antragspaket der Grünen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention debattiert. Dort ging es um eine Stärkung der politischen und institutionellen Rahmenbedingungen für eine inklusive Politik in Bayern.  Eine zentrale grüne Forderung ist die hauptamtliche Ausgestaltung des Amtes der Landesbehindertenbeauftragten in Bayern. Die jetzige Amtsinhaberin, Irmgard Badura, ist dazu gezwungen, ihre anspruchsvolle und zeitlich belastende Tätigkeit ehrenamtlich auszuüben. Um überhaupt einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachzugehen und sich finanziell abzusichern, muss Frau Badura einen zwanzigstündigen Nebenjob ausüben. „Dieser Zustand ist beschämend und verträgt sich in keiner Weise mit den Lobhudeleien der Staatsregierung in Bezug auf die exzellente Arbeit von Frau Badura“, kritisiert Renate Ackermann.

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Funktion der Landesbehindertenbeauftragten stärken

Die Grünen im Bayerischen Landtag werfen Schwarz-Gelb vor, sich nur halbherzig für die Belange von Menschen mit Behinderung einzusetzen. „Unser Antrag auf hauptamtliche Besetzung des Amtes der Landesbehindertenbeauftragten ist mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt worden“, erklärt die sozialpolitische Sprecherin Renate Ackermann. Dabei komme ihm eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu.

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Landesverordnung für erhöhte Sozialhilfesätze – Grüner Antrag erfolgreich

Nachdem der Landtag bereits im Dezember 2010 einstimmig beschlossen hatte, dass auch in Zukunft in Bayern auf regionaler Ebene erhöhte Regelsätze beim Sozialgeld nach dem SGB XII möglich sein sollen, wird nun der Ministerrat in der kommenden Woche endlich die notwendigen rechtlichen Grundlagen hierfür schaffen. Bisher hatten die Stadt München und die Landkreise München, Dachau und Fürstenfeldbruck von einer landesrechtlichen Öffnungsklausel Gebrauch gemacht und die Regelsätze als freiwillige Leistung um 25 Euro erhöht. Nachdem auf Bundesebene in diesem Jahr die Regelsätze gesetzlich neu geregelt wurden, wollte Bayern in Zukunft keine regionalen Ausnahmen mehr zulassen.

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Grüne: HIV und AIDS gehören weiterhin auf die politische Tagesordnung

Zum Weltaidstag erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag Theresa Schopper: „Das Motto des diesjährigen Weltaidstages ‚Positiv zusammen leben, aber sicher!’ macht deutlich, dass für Menschen mit HIV-Infizierung oder AIDS heute dank des medizinischen Fortschritts ein positives und erfülltes Leben möglich ist. Dennoch dürfen wir die Krankheit nicht unterschätzen – auch nicht im Freistaat. In Bayern leben derzeit nach Angaben des Robert-Koch-Institutes rund 9.800 HIV-Infizierte und Aids-Kranke, darunter schätzungsweise 8.100 Männer und 1.700 Frauen.

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Ihr Kontakt

Renate Ackermann
Sozial- und familienpolitische sowie asyl- und migrationspolitische Sprecherin
Tel: 089/4126-2413
Fax: 089/4126-1135
Email.: renate [dot] ackermann [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Renate Ackermann)
Theresa Schopper
Gesundheitspolitische Sprecherin
Tel: 089/4126-2773
Fax: 089/4126-1009
Email.: theresa [dot] schopper [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Theresa Schopper)

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