Am Montag, 30. Januar 2012 tagten die Fraktionsvorstände der beiden Grünen Landtagsfraktionen in Bayern und Baden-Württemberg gemeinsam in Ulm. Ein Thema der gemeinsamen Fraktionsvorständetagung der "Südschiene" war u.a. die schulische Bildung. „In innerdeutschen Leistungsvergleichen zählen Bayern und Baden-Württemberg zwar durchaus zur Spitze“, so Margarete Bause, „dennoch sind ihre Defizite in Sachen Bildungsgerechtigkeit groß und die Zahl der Bildungsverliererinnen und Bildungsverlierer ist zu hoch!“
Gemeinsam stehen die beiden Länder vor den Herausforderungen des demografischen Wandels und damit der Gefährdung vieler wohnortnaher Schulstandorte im ländlichen Raum. "Weder die Einführung der Mittelschule in Bayern noch die der Werkrealschule in Baden-Württemberg sichern auf Dauer ein wohnortnahes weiterführendes Schulangebot - sie erreichen auch nicht die Akzeptanz bei den Eltern", so der schulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion in Bayern, Thomas Gehring.
Das bayerische Schulsystem ist in einer Schieflage: Die Grüne Landtagsfraktion fordert deshalb Schulmodelle, die mit individueller Förderung den Kindern und Jugendlichen gerecht werden, die gleiche Bildungschancen für alle schaffen und die Schule im Dorf erhalten. Wie mit dem Modell der Gemeinschaftsschule und mit einer Öffnungsklausel das bayerische Schulsystem zukunftsfähig gemacht werden kann, hatte die Grüne Fraktion zuletzt bei ihrer Winterklausur in einem Papier dargestellt.
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