Im Block C des AKW Gundremmingen wurden bei der aktuellen Revision erneut vier beschädigte Brennelemente entdeckt. Dabei handelt es sich ausschließlich um plutoniumhaltige Mischoxid-Brennelemente (MOX-BE). Bereits am 5. November 2010 hatte nach dem Auftreten von auffällig vielen MOX-Schäden das AKW verkündet: „Eine detaillierte Schadensanalyse wird in einigen Monaten vorliegen.“ Jetzt heißt es, die Ursachenforschung laufe noch.
Beim letzten Brennelementwechsel Oktober 2011 wurden wieder vier schadhafte MOX Brennelemante entdeckt. Regierungsdirektor Wiedemann vom Umweltministerium erläuterte unter anderem, dass die Hüllrohrdefekte nicht erst nach vielen Einsatzjahren, sondern eher von Beginn an festzustellen seien. Bemerkenswert ist, so Kamm, dass der Anteil des Plutoniums in den Brennelementen in den letzte Jahren waren von 3,6 % auf 5,47 % erhöht wurde.
Der Ausschuss stimmte einstimmig dafür, dass alle Ursachenberichte zu den Defekten beim bisherigen Einsatz der MOX-Elemente veröffentlicht werden und ein mündlicher und schriftlicher Bericht über die Initiativen gegeben wird, wie dergleichen Defekte zukünftig vermieden werden können. Der Forderung nach dem sofortigem Entzug der Erlaubnis des Einsatzes von MOX-Brennelementen im Atomkraftwerk Gundremmingen folgten die CSU- und FDP-Vertreter im Ausschuss nicht.


