Kein Thema hat die Grünen so bewegt wie das Thema Energie, gehört doch der Kampf gegen Atomkraft zur Gründungsgeschichte der Partei. Heute wissen wir: Die Atomkraft steht in Deutschland am Ende. Doch gerade mit der Stillegung des Meilers Isar 1, dessen endgültiger Rückbau noch viele Jahre dauern wird, werfen sich neue Fragen auf: Welche Gefahren bleiben bestehen? Wie steht es um die Endlagerung? Und: Wie können wir unsere europäischen Nachbarn in den Atomausstieg einbinden? Atomkraft hat uns die letzten 30 Jahre beschäftigt und es wird auch die nächsten 30 Jahre einer konsequenten Anti-Atom-Politik bedürfen.
Regenerative Energien sind eine Erfolgsgeschichte in Deutschland und Bayern: Wir sind reich an Wasserkraft, reich an Sonnenenergie für Photovoltaik und Solarwärme, reich an Biomasse für Gaskraftwerke oder Hackschnitzelheizungen und vor allem bei der Windkraft sind die Potentiale des Freistaats noch lange nicht ausgenutzt. Bayerische Energiepolitik muss eine Standortpolitik sein, die uns immer unabhängiger von importiertem Öl, Gas oder Uran macht. Dabei sind die besten Ressourcen jene, die gar nicht erst verbraucht werden: Bis zu 40 % werden alleine für das Heizen von Gebäuden eingesetzt - ein Wert, der durch längst überfällige energetische Sanierung halbiert werden könnte.
Die "Erneuerbaren" sind dabei nicht nur gut für's Klima, sie sind ein wachsender Markt für mittelständische Unternehmen und eine lohnende Investition für Privatleute sowie kommunale Stromanbieter. Wir sind überzeugt von einer dezentralen Stromproduktion - dort wo er auch verbraucht wird. Dafür brauchen wir leistungsfähige und intelligente Stromnetze ebenso wie Speichertechnologien.
