17. Februar 2012

Wassergesetz: Agrarinteressen wichtiger als sauberes Wasser

Enten cc: HansDampf @ jugendfotos.de

Auch in der Endberatung im Plenum hatten die drei Änderungsanträge der Grünen zum Bayerischen Wassergesetz keine Chance und wurden abgelehnt. Ein Antrag forderte Gewässerrandstreifen zum Schutz der Bäche und Flüsse, ein Anliegen das vom Städtetag, den bayerischen Bezirken und vor allem von den Fischern unterstützt wurde. 

Die bisher häufig zu beobachtende Praxis, bis an den Gewässerrand zu ackern und zu düngen führt zu einem massiven Schlamm- und Nährstoffeintrag in die Bäche und gefährdet damit die Fische. Der zweite Antrag sollte in Überschwemmungsgebieten Wiesen vor dem Umbruch in Ackerland schützen und damit ebenfalls den Boden- und Nährstoffabtrag verhindern. Der dritte Antrag sah vor, die für den Klimaschutz abträgliche Drainierung von Feucht- und Moorgebieten zumindest für neue Flächen zu untersagen. 

„Das bayerische Wassergesetz fällt damit weit hinter bundesweite Standards zurück und versagt aus Rücksicht auf Einzelinteressen bei der Lösung der wichtigsten Probleme im Wasserschutz.“ so der umweltpolitische Sprecher Dr. Christian Magerl.

Dr. Christian Magerl
Umweltpolitischer und tierschutzpolitischer Sprecher
Tel: 089/4126-2761
Fax: 089/4126-1135
Email.: christian [dot] magerl [at] gruene-fraktion-bayern [dot] de (Dr. Christian Magerl)